kulturoptimist

und es werde Licht!

Wir sind sowas von 0.0!

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Auf nerdcore gibts mal wieder eine Youtube-Perle: Neill Blomkamp über Superzivilisationen und Aliens. Bei Neill Blomkamp handelt es sich um den Regisseur von ‘District 9′. Er spricht in diesem Video über die Suche nach Aliens und die Frage ob es sie überhaupt gibt.

Er nimmt darin Bezug auf die sogenannte Kardaschow-Skala, die den Entwicklungsstand einer Zivilisation auf der Basis ihrer Fähigkeiten, verfügbare Energien zu nutzen, bestimmt. Stufe 1 ist in der Lage den gesamten Energieeintrag auf einem Planeten zu nutzen, Stufe 2 kann alle Energie eines Zentralgestirns nutzen und Stufe 3 den einer gesamten Galaxie.

Als Leser dutzender sowjetischer Zukunftsromane aus den 50ern und 60ern kommt einem die darunter liegende Denkweise vertraut vor. Eine Gesellschaft ist immer nur so gut, wie sie es schafft die verfügbaren Ressourcen auf alle Mitglieder zu verteilen. Ein knappes Gut wird zu Gewinnstreben führen und damit den Unmensch im Menschen zum Vorschein bringen. Wissenschaft und Technik ist die einzige Möglichkeit immer bessere und effizientere Methoden zu entwickeln, um Rohstoffe und Energie möglichst günstig zu fördern. Ergo waren egoistische Wissenschaftler, die ihre Erkenntnisse nicht mit der Gesellschaft teilen auch eines der immerwiederkehrenden Themen in diesen Romanen.

Mit der Kardaschow-Skala habe ich aber aus anderen Gründen verschiedene Probleme. Zuerst einmal sagt die Fähigkeit eine bestimmte Menge an Energie nutzen zu können, nichts über eine Zivilisation oder gar Intelligenz aus. Würde denn ein Planet, welcher komplett von einem Schleimpilz bevölkert ist, der sämtliche Energieeinträge (Wirkungsgrad mal ignoriert, der ja auch bei einer technischen Lösung nicht 100% sein kann) zur eigenen Versorgung nutzt, von einer Zivilisation von Typ I bewohnt sein?

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Geschrieben von qrios

6. Februar 2010 um 23:17

Veröffentlicht in Aliens, Philosophie

Leben in der Sphäre (I)

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Eines der spannendsten Gedankenexperimente dürfte das Leben in einer rotierenden Sphäre und die daraus resultierenden Fragen nach dem Verhalten von Dingen sein, die man dort in die Höhe wirft sein. Der Einfachheit halber beschränkt man sich dabei vorerst auf den Äquator dieser Sphäre.

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Geschrieben von qrios

13. Dezember 2009 um 14:18

Veröffentlicht in Gravitation, M.D.

Das Kreuz mit der Fluchtgeschwindigkeit

Ein einfaches Gedankenexperiment fördert ein interessantes Problem mit üblicherweise verwendeten Begriffen der Himmelsmechanik zu Tage.

Gegeben sei ein leerer Raum in dem sich ein Himmelskörper befindet, der in Ausdehnung und Masse der Erde entspricht. Er rotiert nicht und und hat keine Atmosphäre. Einer Rakete soll nun durch einen einmaligen Impuls genügend Bewegungsenergie verliehen werden, damit diese nicht wieder auf die Erde zurückfällt. Die zu erreichende Geschwindigkeit wird Fluchtgeschwindigkeit genannt oder zweite kosmische Geschwindigkeit. Da die Gravitation jedoch unendlich und wahrscheinlich – aber mindestens – mit Lichtgeschwindigkeit wirkt, wird die Rakete in jeder beliebigen Entfernung gebremst werden.

Demzufolge gibt es nicht EINE Fluchtgeschwindigkeit sondern nur eine relative Fluchtgeschwindigkeit in Bezug auf den erdfernen Punkt der elliptischen Umlaufbahn, die dadurch entsteht, dass die Rakete irgendwann wieder auf die Erde zurückfällt. Es gibt aber keine Geschwindigkeit, die es der Rakete erlauben würde, niemals wieder zurückfallen zu müssen. Selbst wenn die Rakete mit Lichtgeschwindigkeit fliegen würde, müsste sie im Laufe ihres Fluges gebremst werden und würde somit auch wieder irgendwann relativ stillstehen und im weiteren Verlauf wieder Richtung Erde fliegen.

Geschrieben von qrios

15. Juni 2009 um 03:32

Veröffentlicht in Gravitation, M.D.

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